nenden Wunden meines Herzens legt!
Ach, dieſe Großen, dieſe Großen! murmelte Welt⸗ heim. Sie ſind eine unverbeſſerliche, verderbte Rage! Sie beleidigen uns und um die Beleidigung zu ſüh⸗ nen, fügen ſie ihr eine neue Beſchimpfung hinzu. Sie verachten uns ſo ſehr, daß ſie glauben, jeden uns angethaenen Schimpf wieder gut gemacht zu haben, wenn ſie ihn uns mit einem Almoſen, einem kleinen Theil ihres Ueberfluſſes bezahlt haben!
Gewiß, Sie haben Recht, mein Freund, ſagte Mariane, indeß iſt es mir lieber, wenn die Gräfin mit Gold und Perlen, als wenn ſie nur mit Schmei⸗ cheleien und Thränen ihre Beleidigungen wieder gut machen wollte! Die Schmeicheleien und Thränen trocknet der erſte Lufthauch auf, aber Gold und Perlen überdauern ihn und üben eine ſehr überzeugende Be⸗ redtſamkeit! Nein, mein Freund, ich laſſe es mir ſehr gern gefallen, ſolchen goldenen und werthvollen Bal⸗ ſam auf meine Wunden zu legen! Sie heilen nicht davon, aber er kühlt ſie doch!
Weltheim lächelte. Ich ſehe, Sie ſind überaus praktiſch, ſagte er und ich wünſche Ihnen Glück dazu! Aber laſſen Sie mich mehr hören von Ihren hieſigen Verhältniſſen! Fahren Sie fort!
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