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den Vorhang blicken, welcher das Allerheiligſte meines Herzens verbirgt, und verrathe Ihnen einen Theil meiner ſchönen und heiligen jungfräulichen Geheimniſſe. Sei es darum! Wir Beide ſind, wie es mir ſcheint, darauf angewieſen, uns treue und hülfreiche Freunde zu ſein und eine Ahnung ſagt mir, daß unſere Freund⸗ ſchaft ſich noch in mancher großen und ernſten Probe wird zu bewähren haben! Hören Sie alſo! Ich habe mit leiſer und unmerklicher Hand meine Spinnennetze ausgebreitet und dieſe allerliebſten, ariſtokratiſchen Flie⸗ gen ſind ſämmtlich hineingegangen. Die Gräfin hält mich für ein überaus demüthiges, unterwürfiges und beſcheidenes Geſchöpf, das ſich ohne Murren von ihr treten läßt und nur von dem Sonnenſchein ihrer Gnade leben will! Sie erzeigt mir daher die Gnade, mich unbehindert alle ihre Launen empfinden zu laſſen! Sie iſt hart und kalt gegen mich, wenn der Prinz ihr mehr den unfreundlichen Herrn als den ergebenen Liebhaber gezeigt hat, und bezeigt mir ein wahrhaft zärtliches und rührendes Vertrauen und eine hin⸗ gebende Zärtlichkeit, wenn dieſe prinzliche Laune vor⸗ über iſt. Ich ertrage demüthig und in gottergebenem Schweigen ihren Zorn und habe dafür den Lohn, daß ſie mich ſpäter, wenn der Paroxismus vorüber iſt, mtt wahrhaft verſchwenderiſcher Großmuth beſchenkt


