Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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fletſchend mich verſpotten! Ich ging gefaßten Schrit⸗ tes weiter, und ohne zu zagen, öffnete ich die Thüren. Oh, ich fand nirgends ein Hinderniß! Ich hatte mir zu allen Thüren Nachſchlüſſel verſchafft. Endlich ſtand ich vor dem Wohnzimmer meines Weibes Drinnen waren ſie luſtig, ich hörte ihr Lachen und Schäkern, ich hörte ſeine Stimme, und mit einem einzigen Ruck ſtieß ich die Thüre auf! Da ſah ich

Nicht weiter! Oh aus Mitleid, nicht weiter! un⸗ terbrach ihn Karoline, indem ſie vom Sopha empor⸗ flog und mit flehender Geberde ſich vor ihrem Gatten niederwarf. Wozu wiederholen, was wir niemals

vergeſſen werden? Schone mich, ach, ſchone Dich ſelber!

Sei ſtill und höre mir zu! ſagte ihr Gatte mit ſtrengem, gebieteriſchem Ton. Uebertäube mit Deinem Klagegeſchrei nicht Dein Gewiſſen, daß es mich nicht hören kann! Ich ſtürzte in's Zimmer! Da, da auf dem Divan lag ſie in ſeinen Armen, er küßte ſie! Ja ich hab's geſehen, es war kein Wahnſinn, kein Traumbild meiner Phantaſie, ſie lag in ſeinen Armen, und er küßte ſie! Ich ſtürzte zu ihm hin! Meine beleidigte Ehre gab mir übermenſchliche Kraft! Ich packte ihn und hob ihn von dem Divan empor und