Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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wollte und mußte darüber Gewißheit haben! Ich

ſtellte mich zutrauensvoll und ohne Arg! Ich ſchien ein ſehr heiterer und glücklicher Mann, während eine vetnichtende Qual und Angſt an meiner Seele nagte!

5ch machte dieſen jungen Obriſt Graf Wartdorf zu

meinem Freund, ich lullte ihn ein in die Sicherheit meines Vertrauens. Dann verreiſte ich, und nahm mit lächelndem Mulde auf viele Tage Abſchied von Karolinen und d Kinde und dem jungen Freunde, welchem ich Weib und Kind anvertraut! Sie wun⸗ derten ſich wohl, daß ich ſo gefaßt und heiter Abſchied nahm auf lange Zeit; ſie wußten ja nicht, daß ich ſchon am andern Tage wiederkehrte, daß ich ſie be⸗ trog, um ſie zu überraſchen, und daß ich mit der ra⸗ ſenden Angſt des Argwohns eine lange Nacht der Qual durchheulte und durchweinte, bis ich wieder zu⸗ rückkehrte nach Berlin, und zu dem Hauſe, welches mein Glück oder meine Schande umſchloß! Es war ein kalter, ſtürmiſcher Winterabend, ich ſtand lange und ſtarrte empor zu dieſen Fenſtern meines Weibes; es war ſchon ſpät und dennoch waren ihre Fenſter

erleuchtet, und Schattengeſtalten zeichneten ſich an den geſchloſſenen Vorhängen ab. Endlich ſchlich ich ins Haus, die Stiegen hinauf, und es war mir, als

hörte ich es hinter mir vhen und ziſcheln, und zähne⸗