dem jungen Obriſt wechſelteſt, dieſe halben, ſtockenden Worte nicht hörte, welche er in Dein Ohr flüſterte!
Oh, es war nicht genug der Beleidigung, daß man
dieſen jungen Grafen Warldorf mir vorgezogen, und
ihn zu meinem Obriſt gemacht, er wollte mich nicht blos im Avancement, ſondern auch bei meinem Weibe verdrängen!
Oh Gott! Mein Gott! rief Karoline, indem ſi, ihn unterbrechend, die Hände zum Himmel emporrang.
Der Major achtete nicht auf ſie. Er ſtarrte ge⸗ dankenvoll in die leere Luft hin und flüſterte leiſe, unverſtändliche Worte. Karoline beobachtete ihn mit
weit aufgeriſſenen Augen und geſpannter Aufmerk⸗ ſamkeit.
Es iſt ein grauſamer und entſetzlicher Dämon, die Eiferſucht, murmelte er mit ſtierem Blick. Ein Dämon, welcher meine Ruhe vergiftet, und mein Herz zerfleiſcht hat! Welch eine Qual war dies, welche
Nächte ohne Ruhe und Schlummer, welche Tage voll
Mißtrauen und Angſt! Ueberall, in jedem Winkel ſah ich Wartdorf's lüſterne, leidenſchaftliche Augen,
überall hörte ich ſein verlockendes, flehendes Geflüſter, jede knarrende Thür machte mich ſchaudern, jeder leiſe Schritt krampfte mein Herz zuſammen und ſchien mir


