Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Und dennoch bin ich ſchuldig, fuhr der Major nach einer kurzen Pauſe fort. Ich hätte bedenken ſollen, daß Deine junge erregte Phantaſie mich anders ſah, als ich war, daß Du in mir nur die Sehnſucht Deiner Träume, nicht die Wirklichkeit liebteſt! Ich vergaß es, und nahm das Glück an, welches Du mir boteſt! Ich machte Dich zu meinem Weibe und ward noch einmal jung in Deinen Armen! Ich ſchwur mir, Dich niemals mit der Laſt meiner Jahre zu be⸗ drücken, niemals mein Alter als Hemmſchuh an Dei⸗ nen flüchtigen Fuß zu heften! Ich ließ Dich das Leben genießen, ich führte Dich vom Feſt zu neuen Feſten, und freute mich, wenn Dir die Männer, wie einer Göttin huldigten! Sage, ob ich Dich jemals geplagt mit den eiferſüchtigen Launen eines alten Mannes, jemals mißgeſtimmt geweſen über die Hul⸗ digungen, die man Dir zollte?

Niemds, niemals, ſagte ſie mit erſchütterndem Wehelaut.

Oh, ich war ſehr gläubig, und Du hätteſt mich immer in einem beglückenden Irrthume laſſen können, wenn Du nur gewollt hätteſt! Aber, weil ich Dir

vertrauete, glaubteſt Du, daß ich blind ſei, glaubteſt

Du, daß ich dieſe Blicke nicht ſähe, welche Du mit