Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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ich ſah Deine Thränen und Deine ſtummen flehenden Blicke, und ich hatte dennoch den Muth, die Rolle eines Tyrannen weiter zu ſpielen. Da eines Tages, weißt Du es noch, Karoline? da trateſt Du in mein Zimmer; nicht achtend meiner abwehrenden Hand und meiner zornigen Blicke warfſt Du Dich ſtürmiſch in meine Arme, und riefſt:Ich kann nicht leben, wenn Du mir zürnſt! Sage, was ich thun muß, damit Du mich wieder liebſt, wie Du mich geliebt hüſt. Wenn Du es nicht thuſt, ſo will ich hingehen und ſter⸗ ben, denn ich mag nicht leben ohne Deine Liebe! Karoline ſaß noch immer mit verhülltem Geſicht, leiſe ächzend und wimmernd da. Der Major ſah ſie mit glühenden, verzehrenden Blicken ans. Dann ſagte 3 r träumeriſch: Oh, das war eine ſchöne Stunde! Weine Thränen löſten das Siegel von meinen Lippen, Dein Seufzer wehten die Zweifel aus meinem Buſen B Ich vergaß mein Alter und meine ergrauenden Haare, denn ich liebte Dich mit der Kraft Jüngi 6, und ich nahm mit gläubigem Vertrauen . Geſtänd: niß Deiner Liebehin! Oh, Du wirſt 5 Snict ſagen können, daß ich Dich durch mein Flehen, 3 durch das Gefühl der Dankbarkeit gezwungen hätte, mein Weib zu werden! Da boteſt mir in Liebe Deine Hand, ich nahm ſie hin in Liebe!