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gerechnet, und nicht bedacht, daß meine Seele, welche ſo viel gelitten, für das Glück noch Jugendgluth ſich bewahrt, ich hatte nicht überlegt, daß nur mein Wille und das Schickſal, nicht aber die Natur mich zu Dei⸗ nem Vater gemacht! Eines Tages erinnerte ich mich daran! Es war bei der Heimkehr von einer kurzen Reiſe! Du warfſt Dich mit zärtlichen Ausrufungen in meine Arme, und küßteſt mich mit einer Leiden⸗ ſchaft und einer Gluth, welche plötzlich, wie ein Blitz, mein ganzes Weſen durchzuckte!
Oh, ſchweig! Sei gnädig und ſchweige! mur⸗ melte Karoline, indem ſie ihr erglühtes Geſicht in ihren Händen barg.
Von dieſem Tage an wagte ich es niemals wie⸗ der, Dich an mein Herz zu drücken! Ein Geheimniß lag zwiſchen uns, das Geheimniß meiner Liebe, und ich wußte, daß ich es Dir verrathen würde, wenn ich noch einmal Deine Lippen berührte! Ich wich Dir aus, ich vermied es, mit Dir allein zu ſein, ich ſtellte das Kint meiner Sophie als Schutzengel zwiſchen Dich und mich, ich klagte mich ſelber der Untreue gegen meinen ent⸗ flohenen Engel an, ich verbarg die verzehrende Dual der Liebe in meinem Herzen, und war kalt und rauh gegen Dich, und ſchien Dich zu haſſen, weil ich Dich ſo grenzenlos liebte! Oh, ich war grauſam aus Liebe,
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