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ſeinem Gebet und ſeiner Liebe den finſtern Geiſt, welcher mich heimſuchte, zu bannen! Ja, Sophie war mein guter Engel und Gott hatte ſie mir ge⸗ ſandt, um mich zu tröſten in meinem einſamen Gram! Sie beſaß den himmliſchen Muth, mich zu lieben, und den finſtern Geiſt nicht zu ſcheuen, welcher mich wieder und immer wieder bedrohte, ſie legte ihre Hände auf meine brennende Stirne, und dann zog Friede und Ruhe in meine Seele, und die Menſchen ſagten:„Er iſt wieder geneſen!“ Ja, ich war ge⸗ neſen, denn ein Engel ſtand an meiner Seite! Du haſt ſie gekannt, Karoline, ſage, ob es anders war! Ob Du an ihr einen Fehler, eine menſchliche Schwäche gekannt! Sage, ob ſie Dich nicht geliebt, wie eine Tochter und eine Schweſter zugleich, ob ſie nicht mit freudiger Liebe das Gelübde erfüllt, welches ich Dei⸗ nem ſterbenden Vater geleiſtet?
Karoline hatte die Hände gefaltet, und blickte andächtig und mit thränengefüllten Augen zum Him⸗ mel auf. Sie war rein und heilig und gut, flüſterte ſie. Ach, wenn ſie nicht geſtorben, dann wäre Alles anders, dann würden wir nicht ſo grenzenlos unglück⸗ lich ſein!
Der Maior warf ihr einen drohenden Blick zu. Du willſt ſagen, daß Du alsdann nicht zu der Qual


