Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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verdammt worden wäreſt, mein Weib zu ſein! Ja, Du haſt Recht, Dir wäre die Qual, mir wäre die Schande erſpart worden! Aber ſie ging, ſie verließ uns Alle, um hin zu gehen, von wannen ſie gekom⸗ men war. Ihr letztes Wort war ein Segen für Dich und ihr Kind, ihr letzter Blick ein Liebesgruß für mich! Schon mit dem Tode ringend, drückte ſie noch meine Hand an ihre erblaſſenden Lippen, lächelte Fſie 1

Des Majors Stimme verlor ſich in einem dumpfen Murmeln und er ſenkte gramvoll das Haupt auf ſeine Bruſt. Dann nach einer kurzen Pauſe rich⸗ tete er ſich wieder empor und ſagte mit feſter ruhiger Stimme: Friede ſei mit ihr, und ſelige Ruhe! Keine Klage ſtöre ihren Todesſchlaf! Sie iſt todt, und wir wollen von Dem ſprechen, was lebt, von unſerer Qual und unſerer Liebe! Von Dir, Karoline!

Sie blickte ihn mit gefaltenen Händen flehend an. Warum dieſe alten Erinnerungen wieder herauf⸗ beſchwören? fragte ſie. Warum willſt Du mir er⸗ zählen, was mir Alles nicht fremd iſt, was mit un⸗ auslöſchlichen Jügen in meiner Seele lebt?

Lebt es auch in Deinem Gewiſſen, Karoline? Ich ſpreche ja nicht zu meinem Weibe, ſondern zu meinem und Deinem Richter! Und weißt Du, wer