Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

lichen Bilder der nicht ſehen, welche ſich zu ihm heran drängten!

Sein junges Weib hatte ihm mit geſteigertem Entſetzen und wachſender Furcht zugehört. Sie hatte kaum gewagt, zu athmen, oder ſich zu regen. Als ſie ihn jetzt ſo bewegungslos und in ſeine Erinnerun⸗ gen verſenkt daſitzen ſah, hob ſie ſich leiſe und vor⸗ ſichtig g5 ihrer halb liegenden Stellung empor, und wollte von dem Divan aufſtehen.

Das Rauſchen ihres Gewandes weckte ihn aus ſeinen Träumen, er blickte auf und überraſchte den entſetzten und angſtvollen Ausdruck ihrer Mienen.

Oh, fürchte nichts, ſagte er mit einem matten wehmuthsvollen Lächeln. Fürchte nichts, Karoline!

Ich bin mir meines unglücks ſehr wohl bewußt, und mein Geiſt iſt unverſchleiert! Ihr ſagt zwar, daß ſich oft eine Wolke über meine Augen lege, Ihr wollt mich glauben machen, daß ich Bilder ſehe, welche nicht ſind, und Worte höre, welche nicht geſprochen worden! Ihr wollt mein grenzenloſes Elend benutzen, um die Schuld von Eurer Stirn auf die meine zu werfen, aber ich weiß, daß ſeit manchem Jahr die Wolken verſcheucht ſind, welche einſt meitbirn umlagerten! Und wie hätte dies auch anders ſein können, da doch ein Engel gekommen war, um mit