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haßte! Sie ſtand über die Wiege geneigt, und blickte mit einem Ausdruck unendlicher Zärtlichkeit auf das ſchlummernde kleine Kind hin, welches in der Wiege lag!
Oh, welch ein rührendes und anmuthiges Bild war dies! Wie drängte es den Major, hinzueilen, und in Einer Umarmung Mutter und Kind an ſein Herz zu ſchließen! Aber der Zweifel bannte ſeine Schritte und die nagende Ungewißheit legte ſich mit Eiſeskälte auf ſeine glühende Bruſt.
Karoline! ſagte er laut mit einem Ton, welcher kalt und gebieteriſch ſein ſollte, und der doch nur flehend und angſtvoll war. Karoline!
Das junge Weib zuckte in ſich zuſammen und ihre Wange ward noch bleicher als zuvor. Aber ſie blickte nicht empor zu ihrem Gatten, ſondern ſie neigte ſich tiefer über die Wiege und zwei brennende Thrä⸗ nen fielen aus ihren Augen 4 k. Stirne ihres Kindes.
Der Major näherte ſich der Wig Mit un⸗ geſtümer Hand umfaßte er die zarte Geſtalt ſeines Weibes und zog ſie empor. Dann legte er die rechte Hand auf des Kindes Stirne, und ſagte feerich: Karoline! Ich frage Dich vor Gott und Kinde, biſt Du unſchuldig?


