Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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8

Sie warf einen angſtvollen ſcheuen Blick auf das Kind und murmelte leiſe: Ich bin unſchuldig!

Der Major ſah ſie mit drohenden, durchbohren⸗ den Blicken an: Du lügſt! rief er gebieteriſch.

Eine dunkle Röthe bedeckte jetzt Karolinens bleiche

Wangen, und ſie ſuchte ſtolz und kalt ſich von der Hand ihres Gatten loszumachen. Du bleibſt! ſagte er. Hier an der Wiege Dei⸗ nes Kindes ſollſt Du mich hören! Hier will ich noch einmal zu Dir reden von der Vergangenheit! Setze Dich und höre mir zu!

Er führte oder vielmehr trug das halbohnmäch⸗ tige Weib zu dem Divan, und ſetzte ſich neben ſie.

Karoline Jehnte das bleiche vust in die Polſter zurück und ächzte laut.

Hörſt Du mich? fragte er ſtrenge.

Sie flüſterte mühſam: Ich höre Dich