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Nein, ich will nicht hineingehen! murmelte er leiſe, und ſein Auge flog mit einem eigenthümlichen wilden und raſchen Blick durch den großen öden Saal. Plötzlich aber haftete ſein Auge auf dieſem großen Gemälde, welches dort an der Wand über dem Divan hing, und das eine junge Frauengeſtalt im bräutlichen Gewande mit dem Myrthenkranz im Haar darſtellte. Dieſes holde ſanfte Antlitz ſchien ihm zuzulächeln, dieſe dunklen großen Augen ſchienen ihm mit altem Liebesgruße zu winken, und ihm zuzurufen mit längſt verklungenen Grüßen.
Der Major richtete ſich empor und ging raſch auf das Bild zu. Er hatte eine Illuſion, als ob die⸗ ſes holde junge Weib aus dem Rahmen hervorträte, als ob es zu ihm herſchritte mit dieſem ſanftem Lächeln, das ſo oft die Leidenſchaften ſeines Herzens geſänftigt und ſeine verzweiflungsvollen Schmerzen getröſtet hatte. Er breitete ganz unwillkürlich die Arme aus, ſie zu umfangen, aber dann, ſeines Irrthums inne werdend, ließ er ſeine Arme ſinken und murmelte leiſe: Oh, warum haſt Du mich verlaſſen, Du mein erſtes, geliebtes Weib!
Das Bild blickte freundlich und R⸗ hernicber auf dieſen unglücklichen Mann, der mit geſenktem Haupt und zerknickter Seele vor ihm ſtand.


