Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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mußten endlich ſeinem Manneswillen gehorchen und zurückfließen in ſein gequältes Herz. Der Major ſtand auf und ging mit ineinander geſchlagenen Armen langſam und ernſt im Zimmer auf und ab. Allmälig nahmen ſeine Züge einen feſten, entſchloſſenen Cha⸗ rakter an, und wie ſollte der Held, der bei Waterlvo allein eine franzöſiſche Fahne erobert, und bei Leipzig die Equipage Napoleons erbeutet hatte, wie ſollte er nicht endlich ſeinen eigenen Schmerz und ſeine Qual beſiegen können.

Er warf ſtolz das Haupt zurück und ſagte ent⸗

ſchloſſen: Ich will zu ihr. Und gleichſam, als fürchte

er, dieſen enſchloſſenen Muth wieder zu verlieren, ſchob er raſch den Riegel zurück und trat in den an⸗ ſtoßenden Saal. Er war leer, und der Major wußte das. Er durchſchritt ihn raſch, aber je mehr er ſich der gegenüberliegenden Thüre näherte, deſto mehr zö⸗

gerte ſein Fuß. Als er jetzt dicht vor ihr ſtand, ſank die Hand, welche er ſchon gehoben hatte, das Schloß

. zu öffnen, kraftlos zurück, und der feſte entſchloſſene Mann lehnte ſich athemlos und zitternd an die Wand.

Hinter dieſer Thüre war für ihn Leben oder Tod, Ehre oder Schande; einmal dieſe Schwelle überſchritten, hatte er nur zu wählen zwiſchen der Gewißheit ſeiner