Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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Als ſie wenige Wochen ſpäter in Hamburg das Schiff beſtiegen hatten, das ſie nach Amerika brin⸗ gen ſollte, ſtanden ſie, Abſchied nehmend von der Heimath, lange noch auf dem Verdeck, bis die Ufer verſchwanden, und ringsum kein Land mehr zu er⸗ blicken war.

Die Vergangenheit iſt hinter uns verſchwunden,

ſagte Otto, Minna feſt umſchlingend, möge denn die

Zukunft uns Glück bringen und Heil!

Sie wird es! ſagte Minna freudig, denn die Liebe begleitet uns aus der Vergangenheit in die Zukunft, und die Liebe iſt Gottes Segen!

Mutter Anna aber zerdrückte ſtill eine Thräne in ihren Augen, und flüſterte: Mein Fritz, lebe wohl! Meine Gedanken wiſſen Dich nicht zu finden, und Du biſt mir verloren. Aber ein Mutterherz hört doch nicht auf zu lieben und zu hoffen!

Mutter Anna erlebte ein hohes, glückliches Al⸗ ter, ſie ſah ſich umringt von blühenden Enkeln, ſah ihre Kinder glücklich und geehrt, ſah ſie thätig und zufrieden, und als ſie ſtarb, waren ihre letzten Worte: Gott ruft mich zu einer andern Arbeit! Lebt wohl!

Ungefähr um dieſelbe Zeit, wie Otto und Minna, verließ auch ein anderes junges Ehepaar Berlin, und

wandte ſich dem Süden zu. Dies war Carl und Sophie; ſie gingen nach Italien, wo Carl ſein Ta⸗

lent für die Malerei auszubilden gedachte. Ein neuerer Schriftſteller hat einmal irgendwo geſagt, das ſchönſte Glück ſei in einem ſchönen Reiſewagen,

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