Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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die aus dem Inſtinct der Tugend ſtets das Rechte wählen, und ſich wohl verirren, aber nicht fallen können.

O, geliebteſte Minna, komm an mein Herz, Du edles, ſchönes Weib!

Er drückte ſie feſt an ſich, und Minna weinte Thränen der reinſten Freude.

Eben trat Mutter Anna ein. Otto ging ihr heiter entgegen, und küßte ihre dargereichte Hand. Du kommſt zu ernſten Verhandlungen, theuerſte Mut⸗ ter. Ich habe Minna vorgeſchlagen, ob wir hier bleiben, und von unſerm Gelde leben, oder nach Amerika gehen, und dort Fabriken anlegen wollen. Minna ſoll entſcheiden.

Ja, Minna ſoll entſcheiden, ſagte Mutter Anna zuverſichtlich.

Nein, nicht hier wollen wir bleiben, ſagte Minna, nicht in Unthätigkeit und Müßiggang wollen wir leben. Denn der Müßiggang weckt die böſe Luſt und die Sünde im Herzen, und iſt, wie ein ſchönes Sprüchwort ſagt,aller Laſter Anfang. In Thätigkeit allein beruht das Glück, und ſie allein ſchafft Zufriedenheit. Laßt uns denn nach Amerika gehen. Da wollen wir Fabriken anlegen, da wol⸗ len wir wirken und ſchaffen, und arbeiten. Denn ich fühle es wohl, theuerſte Mutter, Du hatteſt Recht, die Arbeit iſt ein Segen des Himmels, ſie iſt das Gebet, das uns vor der Sünde bewahrt, wer recht arbeitet, der hat keine Zeit zur Sünde, und deſſen Thaten ſegnet Gott. Und ſind wir denn jetzt reich,