Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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eingekehrt in Otto's Hauſe. Minna war wieder heiter und fröhlich wie ſonſt, denn Otto's Geſund⸗ heit war völlig wieder hergeſtellt, und das Glück machte auch ihn heiter und geſprächig.

O, wie friedlich iſt jetzt Alles in mir, ſagte Minna einſt, als ſie neben ihrem Gatten, umſchlun⸗ gen von ſeinem Arme, ſaß. Als ich noch ſtrebte nach Reichthum und Glanz, da war ein ewiger Kampf, ein ewiges Ringen in mir, ruhelos waren

meine Gedanken, ruhelos meine Wünſche, und jeder

befriedigte Wunſch erzeugte nur neues Begehren und Wollen in mir! Und jetzt iſt Alles ſo friedlich und ſtill, ſo klar und ruhig. Ich erſtrebe nichts nehf und will nichts mehr als Deine Liebe, mein Otto!

Und dieſe Liebe, meine Minna, wird jetzt eine Prüfung zu beſtehen haben, ſagte Otto.

Und nun erzählte er ihr, daß Bernhard heute ihm die ausgeſetzte Prämie für die neu erfundene Maſchine gebracht, zugleich aber ihm vorgeſchlagen, ihn nach Amerika zu begleiten und dort Fabriken anzulegen, oder Maſchinen zu bauen.

Num entſcheide Du, ſagte Otto. Liebſt Du mich genug, um mir in die Ferne und Weite folgen zu können, oder willſt Du, daß wir hier bleiben, und von unſerm Gelde leben. Denn jetzt, meine Minna, ſind wir wirklich reich, und können mit Gemächlich⸗ keit von unſerm Gelde leben.

Oder noch, fuhr er feierlich fort, noch ein Drit⸗ tes habe ich Dir vorzuſchlagen! Iſt in Deinem Her⸗