Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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ſchaudert jetzt vor dem Gelde und dem Reichthum, und wie nach einem Heiland ſtrecke ich meine Hände aus nach der Armuth: Gelobt ſei Gott, nun biſt Du gerettet; rief eine Stimme hinter ihnen. Mutter Anna! riefen Beide freudig. Ja, Mutter Anna! ſagte die alte Frau näher tretend und ihre Arme um den Nacken ihrer Kinder legend, jetzt bin ich wieder da, und will mich nim⸗ mer wieder von Euch trennen! Ich kam, weil ich von Otto's Krankheit erfahren; nun aber, meine Minna, da ich Deine Worte gehört, nun weiß ich, daß endlich die Erkenntniß über Dich gekommen iſt, nun weiß ich, daß Du nun auch Deiner Mutter Dich nicht ſchämen wirſt, daß Du ſie ehren wirſt und lieben! Denn Du haſt erkannt, wie nichtig die irdiſchen Güter, und daß in dem Beſitz kein Friede wohnt, ſondern in dem Erwerb allein. Ja, meine Kinder, der Armen iſt das Himmelreich! Darum laßt uns arm ſein, und im Himmel reich! O, meine theure, geliebte Mutter, rief Minna, vor ihrer Mutter niederknieend, verzeihe mir alle

meine Schuld, und gieb mir aufs Neue Deinen

glückbringenden, mütterlichen Segen!

Den haſt Du, mein Kind, ja, meinen Segen haſt Du. Kommt an mein Herz, Ihr meine lieben Kinder Beide!

Sie drückte Otto und Minna innig an ihr Herz, und Thränen der reinſten Freude netzten ihre Wangen. Von nun an war Friede und Heiterkeit wieder

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