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mich überliſtet. Nein, Minna, Sie lügen jetzt! Sie wollen mich kränken, mich verhöhnen! Sie ſagen mir das nur, um meine Qual noch bitterer zu machen.
Nein, beim ewigen Gott, es iſt Wahrheit! ſagte Minna feierlich. Hinfort ſoll nur Wahrheit auf meinen Lippen ſein, und die ganze Welt ſoll es wiſſen, daß Alles, was mich umgiebt, meines Gatten Eigenthum, daß er die arme Minna überſchüttet hat mit den Gaben ſeiner Liebe, und daß ich Alles, was ich bin, ihm verdanke
Wehe, wehe mir! rief Madame Jelſa. Auch dieſer letzte Troſt iſt mir genommen Eine Lüge hat meinem Sohn den Tod gebracht!
Sie warf ſich laut ſchluchzend über die Leiche hin, und fiel dann zurück in Krämpfen und Zuckungen.
Furchtbar war der Anblick dieſer von Qualen und Pein durchwütheten Mutter neben der ſtillen, ruhigen und ſchönen Leiche ihres Sohnes.
Minna enifloh mit ſchnellen Schritten, und eilte zu ihrem Gatten.
Sie klammerte ſich feſt an ſeine Bruſt, und ſagte zitternd: Otto, ich will arm ſein, ich fürchte
mich vor dem Reichthum! Das Geld verderbt das
Herz und verhärtet das Gemüth. O Otto, laß uns leben in Armuth und Genügſamkeit, denn in der Armuth iſt der Friede und über den Armen ruht Gottes Segen. Ich war glücklich, als ich noch arm war, und erſt, als ich nach Reichthum begehrte, kam
Unglück und Verwirrung über mich. Otto, mir
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