nicht, daß es geſchah, um die thörichten Wünſche diefes armen Knaben zu befriedigen! O nein, ich ſtrebte nach einem andern Ziel, und das will ich Ihnen jetzt ſagen, denn was hilft mir jetzt alle Ver⸗ ſtellung, jetzt, da das Werkzeug meiner Plane zer⸗ ſtört iſt! Nein, nein, jetzt ſoll es mir mindeſtens eine Erleichterung gewähren, Ihnen zu ſagen, daß ich Sie verabſcheue! Ja, verabſcheue, denn Sie ſind glücklich und reich, und ich haſſe die Glücklichen! Seit ich Sie kannte, habe ich Sie gehaßt, und als ich Sie mit Worten der Liebe an mein Herz zog, geſchah es nur, um Sie zu verderben, und als ich mit liſtigen Worten Sie Ihrem Gatten entfremdete, that ich dies nur, um Gewalt zu bekommen über Ihr thörichtes, eitles Herz. Sie ſollten meines Udo's Weib werden, nicht aus Liebe, ſondern um Ihres Reichthums willen, und dieſer allein feſſelte mich an Sie! So, nun wiſſen Sie es, o, und mir iſt leicht, daß ich hinfort nicht mehr mich zwingen darf, Ihnen zu verbergen, daß ich Sie verabſcheue.
Wie ſehr aber haben Sie in Ihren Planen ſich verrechnet, ſagte Minna ruhig und ſtolz, Sie ſtreb⸗ ten Ihrem Sohne eine reiche Frau zu geben, und dazu wählten Sie mich. Ich aber, Madame Jelſa, bin nicht reich. Ich habe niemals Reichthümer be⸗ ſeſſen, und als ich Otto's Gemahlin ward, hatte ich nichts, was ich mein Eigen nannte, gar nichts!
O, auch dies noch! ſchrie Madame Jelſa. Ich habe alſo umſonſt Jahre lang mich gemüht, um⸗ fonſt gehofft, umſonſt geſtrebt! Eine Betrügerin hat


