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einen Seſſel, weinend und klagend, ächzend und ſeufzend.
Da öffnete ſich die Thür, und Mutter Anna trat herein.
War's mir doch, als hörte ich hier weinen und klagen? ſagte ſie; auch meinte ich laut ſprechen zu hören, und nun biſt Du ganz allein hier, mein Sohn?
Ja, ganz allein, Mutter Anna, erwiederte Otto mit einem matten Lächeln. Auch glaube ich, daß ich laut mit mir ſelbſt geſprochen habe, Du kennſt ja dieſe meine ſchlechte Angewohnheit.
Und das Weinen und Klagen? fragte Mutter nna.
Das muß wohl ein Irrthum geweſen ſein, er⸗ wiederte er leiſe, ich war es nicht.
Mutter Anna nahm ſchweigend das Licht, und beleuchtete damit das Antlitz Otto's, der vor ihren prüfenden Blicken das Auge zu Boden ſenkte. Dann ſetzte ſie das Licht wieder hin, und ſagte mit ent⸗ ſchiedenem Ton: Otto, Du haſt geweint!
Otto ſchwieg.—
Du haſt geweint, fuhr ſie fort, und willſt es mir doch verbergen. Du biſt alſo unglücklich, denn ein Mann weint nur, wenn er ſehr unglücklich iſt. Und weil Du mir Dein Unglück verſchweigen willſt, ſo kenne ich es jetzt. Es iſt alſo Minna, es iſt meine Tochter, die Dich unglücklich macht.— Otto wollte ſprechen, ſie wehrte ihm leiſe, und fuhr ſchneller fort: Ich wußte dieſes ſchon, ach ſchon


