Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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alle Andern ſchon ſelig macht? Oh Minna, wenn Sie ahnen könnten, welch' einen tiefen, ſegensvollen Einfluß Sie auf meinen armen Udo ausüben. Ja, ſeit Sie ſich zuweilen mit ihm beſchäftigen, iſt eine ſo merkwürdige und glückliche Umwandlung in ihm vorgegangen, daß ich für die Zukunft das Herrlichſte und Beſte hoffe, wenn Sie nur nicht nachlaſſen in Ihrer himmliſchen Güte und Geduld, wenn Sie ſich ſeiner nur auch ferner erbarmen, und es dulden, daß er Sie liebt, wie ſeine Heilige, ſeine Gottheit. Oh Minna, Theuerſte, Geliebteſte, hören Sie das Flehen einer unglücklichen Mutter, verlaſſen Sie nicht meinen armen Sohn, und ich bin gewiß, durch Ihre Hülfe wird er vollkommen geneſen. Minna reichte der Freundin gerührt die Hand. 5 Glauben Sie nur, ſagte ſie innig, daß ich Alles, was in meinen Kräften eht thun werde, um Ihrem armen Sohne zu helfen, und Ihnen nützlich zu ſein. Aber ach, es iſt ſo wenig, was ich für Sie thun kann! Sehen Sie ihn nur zuweilen gütig an, lächeln Sie ihm nur, erlauben Sie nur, daß er Ihre Hand, hr Kleid an ſeine Lippen drückt; das kleinſte Zeichen Ihrer Gunſt übt auf ſeinen Geiſt eine wahrhaft zauberiſche Wirkung. Ja, können Sie es denken, 6 daß er geſtern, als Sie ihm erlaubt hatten, Ihren. Fuß zu küſſen, nachdem Sie fort waren, faſi eine Stunde lang ganz richtig und zuſammenhängend ge⸗ ſprochen hat, ohne auch nur ein einziges Mal in jene unglückliche Verwirrung der Ideen zurück zu