Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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Ja, es iſt ſchön hier, ſagte Minna ſinnend, und doch bin ich gar nicht ſo freudig und glücklich darüber, wie ich wohl ſein ſollte. Ein eigenes beklemmendes Gefühl drückt meine Freude immer wieder nieder, und vorhin, als meine Mutter hier herein ſah mit einem ſo verachtungsvollen, ſpötti⸗ ſchen Lächeln, da war es mir faſt, als ſchämte ich mich; unwillkürlich ſchlug ich die Augen nieder, und wagte nicht eher wieder aufzuſehen, als bis ich ſie ſich entfernen hörte. G

Ach Ihre Mutter ſagte die Freundin verdrieß⸗ lich, ich geſtehe Ihnen, beſte Minna, daß ich Ihre Nachſicht und Geduld mit dieſer eben ſo beſchränk⸗ ten als eigenſinnigen alten Frau gar nicht begreifen kann. Dieſer Eigenſinn der alten Dame grenzt ja wahrhaftig an Wahnſinn. Sie will einmal durch⸗ aus für eine ganz arme, unbemittelte Frau gelten, und ſucht, ſo viel ſie kann, auch das Gerücht zu verbreiten, daß Sie gleichfalls ganz unbemittelt wä⸗ ren. Und ſie ſagt das ſo oft und mit ſolcher Be⸗ ſtimmtheit, daß man ihr wahrhaftig glauben ſollte, wenn ich nicht eben durch Ihren Gatten ſelbſt das Gegentheil wüßte.

Durch Otto? fragte Minna verwundert.

Ja wohl, geſtern, als ich ihm die Rechnung zeigte über Alles, was wir gekauft haben, und ihn fragte, ob er auch nicht unzufrieden ſei über die etwas ſehr bedeutende Summe

Nun, was ſagte er da? fragte Minna geſpannt.

Daß nichts, was Ihnen Freude mache, zu theuer

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