Teil eines Werkes 
1. Theil (1859)
Entstehung
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in Liebe und Glück. Und von dieſer Ruhe fühle ich mein Herz ſtill ſtehen, und mein Blut zu Eis erſtarren. Oh Minna, ich habe Dich für immer verloren!

Er ächzte und ſtöhnte laut, und ſchauerlich tön⸗ b Trauerklänge wieder in dem leeren, ſtillen

auſe.

Während Otto da drüben in der Stille ächzte und klagte, war ein reges unruhiges Leben in der neuen eleganten Wohnung. Da ging Minna ge⸗ ſchäftig von Zimmer zu Zimmer, ihr zur Seite Madame Jelſa, und wie ſie hier prüften, ob der Tapezier auch die ſeidenen Vorhänge recht geſchmack⸗ voll vor den hohen Fenſtern arrangire, ob die koſt⸗ baren Meubles alle ihre paſſende und geſchmackvolle Stelle erhalten, ſagte Madame Jelſa jetzt endlich, meine theuerſte Minna, fange ich an, über Ihr Schick⸗ ſal ruhiger und zufriedener zu werden, denn jetzt

endlich werden Sie in Räumen ſich bewegen, die

Ihrer würdig ſind. Es iſt wirklich eine ſehr wich tige Sache, in welchen Umgebungen man lebt, und wie eine feine gebildete Frau ſich leichter und be⸗ guemer fühlt in der ſchweren Atlasrobe, als in dem vielleicht viel beguemeren Anzug einer Bäue⸗ rin, ſo iſt ſie auch nur dann ganz à son aise, wenn alles andere, was ſie umgiebt, ganz dieſem Schönheits ſinne entſpricht, und ein geſchmackvolles, unfaſhionables Meuble kann und muß ſie verſtimmen. Hier aber, dieſer Salon läßt nichts zu wünſchen übrig, und Sie können in demſelben eine Fürſtin empfangen, ohne ſich zu ſchämen.