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ſchwören. Dann ſprang er auf, und ſagte dringend: ſo laß uns gehen! Nimm ſchnell das Nothwendigſte und komm!
Sie raffte eiligſt einige Kleidungsſtücke und ihren Schmuckkaſten zuſammen; er hing ihr den Mantel um, dann löſchten ſie das Licht aus, und ſchlichen leiſe hinaus. Niemand bemerkte ſie und ungeſehen verließen ſie das Haus.
In einem der abgelegenſten und am wenigſten beſuchten Theile der Stadt hatte Bonaventura vor⸗ ſorglich ein kleines freundliches Stübchen gemiethet. Dahin fuhr er jetzt mit der Geliebten, und als ſie angekommen waren in dieſem ſtillen und verſchwiegenen Zufluchtsort ihrer Liebe, und Sophie, um ſich ſchauend, nun erſt zum vollen Bewußtſein deſſen, was ſie ge⸗ than hatte, kam, als ſie ſich geſtehen mußte, daß dieſer enge Raum hinfort ihre einzige Heimath und der Geliebte ihre ganze Welt, da ſank ſie zitternd und erglühend in Bonaventura's Arme und flüſterte unter Thränen: wirſt Du mich auch immer lieben, wirſt Du mich niemals verachten, weil ich Dir heute gefolgt bin?
Er ſank vor ihr nieder und umklammerte ihre Knie, und rief: Nimmer, nimmer kann meine Liebe zu Dir enden und erlöſchen, und von dieſer Stunde an biſt Du mein, mein Weib vor Gott und den Menſchen!
Sophie glaubte ihm, denn ſie liebte ihn; ſie % ihn in ihre Arme und wehrte ſeinen Küſſen nicht.—


