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Nun ſchlich er in der Dämmerung in das Haus, und zu ihrer Thür; Niemand bemerkte ihn; er aber kannte jede Thür in dieſem Hauſe wohl. Er wußte, daß dieſe Thüre da in ein Entreezimmer führte, durch das man in Sophieens Gemach kam.
Schnell ging er an's Werk, und auf die Ge⸗ fahr hin von irgend einem Vorübergehenden für einen Dieb gehalten zu werden, verſuchte er an der ver⸗ ſchloſſenen Thür die mitgebrachten und von ihm ſo eben erſtandenen Dietriche, und o Freude, die Thür gab endlich nach, ſie flog auf, und geſtattete ihm den Eingang. Die zweite Thür war nur angelehnt. Es war Licht in ihrem Zimmer, war ſie allein, oder war ihr Bruder bei ihr? Er ſtand und horchte. Da hörte er hinter der entgegengeſetzten Thüre, die zu Herrn Blitz führte, dieſen ſprechen. Er war alſo nicht in Sophieen's Zimmer. Leiſe öffnete er die Thür und trat ein.
Alles war ſtill hier, und von Niemand geſehen ſchlüpfte er hinter die langen, herabhängenden Fenſter⸗ gardinen. Endlich öffnete ſich wieder die Thür, und Sophie ſtürzte herein; ſie warf ſich nieder zur Erde und weinte und ſchluchzte laut.
Dann hob ſie flehend ihre Arme gen Himmel, und rief: o mein Gott, mein Gott! Es iſt alſo keine Rettung mehr, keine! Ich bin verkauft an dieſen Wüſtling, an dieſen Elenden! Und worgen ſchon iſt der Tag, wo ich ihm meine Hand reichen ſoll, morgen ſchon ſoll ich die Seine werden, und ich kann Ihm keine Kunde geben, ich kann ihn nicht


