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beſitzen bei Bonaventura zum leidenſchaftlichſten Ver⸗ langen, und er fühlte nun für die ihm verſagte Schweſter des reichen Herrn Blitz die glühendſte, ver⸗ zehrendſte Liebe, eine Liebe, die ihn ſelbſt jedes eigen⸗ nützigen Wollens und Begehrens vergeſſen ließ, und nur nach dem Beſitz der Geliebten noch ſtrebte. Jt liebte er ſie wirklich ohne Nebengedanken, ohne Neben⸗ wünſche, jetzt wollte er ſie beſitzen, nur um ihrer ſelbſt willen, aber es war nicht Sophieens Liebreiz, nicht ihre Anmuth und Güte, nicht ihre eigene, heiße, hingebende Liebe zu ihm, die ſo alle egoiſtiſchen Pläne in ihm erſtickte und zum Schweigen brachte, ſondern es war der empörte Stolz, der ihn trieb, nach dem zu trachten, was ihm verſagt ward, und für ſich mit kühner Hand Die zu erobern, die man dem Grafen aufbewahren wollte. Wollen wir aber auch zu ſeiner Rechtfertigung nicht vergeſſen, daß er ſelber ſich des Urſprungs dieſer Liebe nicht bewußt war, und daß, als er ſich ſchwur, ſich Sophieens Beſitz zu verſchaffen um jeden Preis, er ſelber an ſeine leidenſchaftliche Liebe für Sophiee glaubte, und weder an die Zukunft, noch an ſeine eigene Armuth dachte.
Ich will, ich muß ſie mein nennen! wieder⸗ holte er ſich nur immer und immer wieder, und als nun mehrere Tage vergangen waren, ohne daß er ſie geſehen, oder von ihr Kunde erhalten, denn auch Karl hatte der mißtrauiſche Herr Blitz den Eintritt zu Sophicen verwehrt, da ſann Bonaventura nur noch auf Mittel ſie zu ſehen, ſie zu ſprechen.—


