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in ihm, und nur auf die Befriedigung der nächſten,
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thieriſchen Bedürfniſſe iſt ſein Sinnen und Denken gerichtet. In der täglichen Plage und Anſtrengung ihres Körpers, in dieſer phyſiſchen Arbeit geht ihr Geiſt unter und wird abgeſtumpft. Und darum iſt es ſo gemein und erniedrigend, von der Arbeit zu leben, von dieſer äußerlichen, körperlichen Arbeit, mit welcher der Geiſt nichts zu ſchaffen hat, die nur vielmehr den Geiſt zertritt und in den Staub er⸗ niedrigt, und darum ſollte man, wenn man gezwun⸗ gen iſt, die Arbeit als Exiſtenzmittel zu betrachten, dies mindeſtens nur als ein trauriges, unglückliches Geheimniß Jedermann verbergen.
Otto hatte ihr ſchweigend zugehört, und der tiefſte Schmerz arbeitete und kämpfte in ſeinen Zü⸗ gen; jetzt entſtürzten Ströme von Thränen ſeinen Augen, und ohne ein Wort zu ſagen, Minna nur mit einem unausſprechlichen Blick voll Schmerz und Liebe anſehend, eilte er hinaus.
Dieſer Blick aber hatte Minna's Herz getroffen, und das tiefſte Mitleid, die ſchmerzlichſte Reue be⸗ mächtigte ſich ihrer Bruſt.
Sie wollte ihm nacheilen, ihn um Verzeihung bitten, Mutter Anna aber hielt ſie zurück. Mit glühenden Augen, bleich und zitternd ſtand ſie da vor ihrer Tochter, und den Arm drohend gegen ſie erhebend, ſagte ſie mit voller, mächtiger Stimme:
Minna, Minna, Dein Stolz wird Bich in's Ver⸗ derben führen! Falle nieder auf Deine Knie und bete zu Gott, daß er Dir beiſtehen möge, denn Dein Unter⸗


