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gang iſt vor der Thür. Bete, bete, damit Dir ver⸗ ziehen werde, daß Du Vater und Mutter verachteſt, Deine Mutter verachteſt, die Dich groß gezogen hat mit der Arbeit ihrer Hände, mit der heiligen, von Gott geweihten Arbeit!
Minna hörte kaum die Worte ihrer Mutter, ſie dachte nur an Otto, es ſchmerzte ſie unendlich, dieſen gekränkt und betrübt zu haben, und froh war ſie, als ihre Mutter jetzt das Zimmer verließ und in ihrem Gemach ſich einſchloß. Eiligſt lief Minng die Stiegen hinab zur Werkſtatt.
Ihr Herz voll Liebe und Zärtlichkeit, öffnete ſie die Thür. Da ſaß Otto anſcheinend ruhig ſchon wieder bei der Arbeit, und ſuchte alle künſtlichen kleinen Gelenke einer Maſchine in einander zu fügen. Er ſchien ſo vertieft, daß er ihr Eintreten gar nicht gehört hatte, und emſig weiter arbeitete.
Minna ſtand noch immer in der offenen Thür, und wie ſie ihn ſo ruhig beſchäftigt ſah, dachte ſie: wie thöricht war ich, mir Vorwürfe zu machen, und zu glauben, er habe mich ſo ſchnell verlaſſen, weil ihn der Schmerz übermannte. Er hat ſich alſo bei dem, was ich über die Arbeit ſagte, nur erinnert, daß ſeine Arbeit noch nicht vollendet war, und des⸗ halb iſt er ſo eilig hinunter gegangen in die Werk⸗ ſtatt. Wie eitel war ich, zu glauben, daß meine Worte ihm Schmerz verurſacht. Oh die Arbeit iſt ſeine eigentliche Geliebte, und ſo lange er dieſe hat, macht nichts ihm Kummer!
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