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Hand und von den Geſellen und Burſchen begleitet begaben ſich Alle zu Tiſche, um, nachdem die Mutter Anna den Segen geſprochen, den ſchmackhaften, kräf⸗ Gerichten ihre Anerkennung widerfahren zu aſſen..
Zuletzt ward die dampfende Punſchbowle auf⸗ getragen, und wie die Gläſer gefüllt waren, ſtießen Alle zuerſt an auf das Wohl der Mutter Anna, die heute trotz ihrer ſiebenzig Jahre von jugendlicher Heiterkeit und Beweglichkeit war und in dem eng⸗ anſchließenden ſchwarzen Kleide, mit dem weißen ge⸗ falteten Halskragen und dem weißen dicht anſchlie— henden Linnenhäubchen gar ehrwürdig und freundlich anzuſehen war. Ein tiefer inniger Frohſinn lag auf allen Geſichtern und Minna's ſchönes Antlitz leuchtete in höherem Roth der Freude und Liebe. Sie konnte ihre Blicke gar nicht abwenden von Otto, der ihr heute noch weit liebenswerther und edler erſchien, wie jemals zuvor und ihr der ſchönſte, gelehrteſte und gewandteſte aller Männer deuchte.
In einer kleinen, unbedeutenden Provinzialſtadt unweit Berlin lebend, hatte Otto auf einer Berufs⸗ reiſe dorthin ſie kennen gelernt und nach kurzer Be⸗ kanntſchaft um ſie geworben. Minna, die Tochter der armen Mutter Anna, hatte in dem kleinen Hütt⸗ chen, das ihr alleiniges Eigenthum geweſen, einſame ſtille Tage mit ihr verlebt und wenn Otto der erſte
Mann war, der ihr ſein Herz und ſeine Hand ge⸗
boten, ſo war er auch der erſte, den Minna über⸗ haupt näher kennen gelernt und öfter geſprochen.


