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Ihr Erbarmen zu lohnen durch Dankbarkeit und Treue und Sie zu lieben, wie meinen Vater, denn, obwohl ich älter bin an Jahren, ſind Sie doch in allen Dingen mir überlegen und haben an mir gehandelt als ein Vater.
Und meinen Sie, wir ſollten nicht dankbar ſein, ſagte der zweite Geſelle, wenn Sie immer ſo freund⸗ lich und liebevoll für unſer Aller Wohl bedacht ſind? Haben Sie nicht meine arme blinde Mutter, als ich auf der Wanderſchaft war, gepflegt und gekieidet, als wäre ſie Ihre eigene Mutter, und haben ihr die Augen zugedrückt?
An mir aber haben Sie das Größte gethan, ſagte Anton, der dritte Geſelle, denn Sie haben mich von der Schande befreit. Sie waren es, der durch ſeine liebevollen Ermahnungen mich auf den Weg des Guten zurückführte. Ich war ein leicht⸗ ſinniger wilder Burſche, als ich Ihr Lehrjunge ward, Meiſter Otto. Ich beſtahl Sie, und als Sie den Diebſtahl entdeckten, da jagten Sie mich nicht fort, Sie ſuchten mich von meinem Verbrechen. zu über⸗ zeugen und redeten in mein Gewiſſen, bis es ganz zerknirrſcht ward und weich, und ich mir ſchwur, aus Liebe zu Ihnen ein guter Menſch zu werden.
Und Du haſt Wort gehalten, ſagte Otto tief⸗ gerührt und reichte Anton die Hand dar, Du biſt ein braver, geſchickter Geſelle geworden.
Und uns Beiden, riefen die Lehrjungen weinend, uns armen Waiſenknaben, haben Sie, Meiſter Otto, aus Betteljungen zu Ihren Lehrlingen gemacht, Sie


