Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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und ſeine geliebte Gemahlin ſo unglücklich und bedroht zu ſehen. Gehen Sie, mein Herr General, und ſagen Sie dies Ihrem König! Sagen Sie ihm auch, daß Oeſterreich ſich nicht einſchüchtern läßt, daß es alle die Intriguen, welche Preußen angeſponnen, kennt und ſie nicht fürchtet; daß Oeſterreich lieber ſeinem Anrecht auf die deutſche Kaiſerkrone entſagen, als darein willigen wird, daß Preußen ſich mit Danzig und Thorn ſeine Grenzen abrundet, während es heimlich die aufſtändiſchen Niederlande unterſtützt und ſeinen Offizieren erlaubt, die Inſurgenten anzuführen, welche gegen ihren recht⸗ mäßigen Herrn, den Kaiſer von Oeſterreich, kämpfen. Ich habe Ihnen jetzt meine Meinung freimüthig und unverhüllt, wie es mir ziemt, geſagt, und Sie werden ſich daher nicht über Mangel an Offenheit von Seiten Oeſterreichs beklagen können.

Durchlaucht, ſagte General Biſchofswerder mit einem ſanften Lächeln,ich habe mich wenigſtens nicht über⸗Mangel an Offenheit von Seiten des Fürſten Kau⸗ nitz zu beklagen; aber ich hoffe immer noch, daß der Fürſt Kaunitz mich nur ſeine perſönliche Meinung hat kennen gelehrt, daß dieſe nicht der Ausdruck der öſter⸗ reichiſchen Politik iſt, und

Da irren Sie ſich ſehr, mein Herr General, un⸗ terbrach ihn Kaunitz ruhig.Die perſönliche Meinung