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verſöhnen zu können, ſeine Anſprüche verleugnen, ſeine Geſinnung ändern, und niemals wird der Fürſt Kaunitz ſich zu dieſer Erniedrigung bequemen. Sie ſind hieher ge⸗ kommen, mein Herr, um uns zu einer Aenderung unſerer Politik zu bewegen. Sie hoffen unſerer Staatspolitik in die Zügel fallen zu können und ſie eine andere Straße einſchlagen zu laſſen. Aber welch eine Vermeſſenheit iſt dies! Sehen Sie denn nicht, daß der Fürſt Kaunitz noch immer dieſen Wagen der Staatspolitik lenkt, daß der Kutſcher der europäiſchen Politik noch immer die Zügel regiert und den Wagen leitet, wie er's gethan zu Zeiten des großen Königs Friedrich des Zweiten? Glauben Sie, daß der große Kaunitz ſchwach geworden iſt, daß er vergeſſen könnte, was er vor vierzig Jahren der Kaiſerin Maria Thereſia gelobt hat? Oeſterreichs Ehre, Oeſter⸗ reichs Recht, Oeſterreichs Ruhm aufrecht zu erhalten, das hat er gelobt, und er wird ſein Wort halten, wie er's ſein Lebenlang gethan, der Fürſt Kaunitz. Kehren Sie alſo heim, Herr General, kehren Sie heim, denn ich ſage Ihnen, Sie werden hier nichts ausrichten. Sie ſind gekommen, um uns zu einer Politik zu vermögen, welche Oeſterreichs Ruhm und Ehre gefährden, ſein Recht be⸗ ſchädigen könnte. Sie wollen Oeſterreich hineinziehen in die tollkühnen Plane, welche Preußen jetzt beſchäftigen, Sie wollen uns überreden, Frankreich den Krieg zu er⸗


