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dem Kaiſer Leopold ſich in ſein Cabinet zurückgezogen hatte, um ein wenig zu ruhen und neue Kräfte zu ſam⸗ meln zu den Audienzen, die er heute noch zu ertheilen hatte. Dieſe Gedanken hatten einen hellen Lichtſchein über das ſonſt ſo kalte, ſtarre Angeſicht des Fürſten ausgebrei⸗ tet, und da er allein war, erlaubte er ſeinen Lippen ſich mit dem blaſſen Schimmer eines Lächelns zu ſchmücken. Seine Augen, dieſe großen, waſſerblauen Augen mit den kalten, nichtsſagenden Blicken waren heute ſogar feuriger und blitzender, und er ließ ſie langſam und fragend in dem Cabinet umhergleiten, als ſuche er da nach irgend einem lebenden, vernünftigen Weſen, zu dem er ſprechen, das ihm ſeinen Beifall ſpenden könne. Aber er war allein, ganz allein, und ein Schatten flog über ſeine von der Zackenperrücke eingefaßte Stirn hin, als er ſich deſſen erinnerte.
„Ich wollte, der Baron Spielmann wäre hier ge⸗ weſen,“ ſagte er leiſe vor ſich hin,„ich wollte, er hätte meiner Unterredung mit dem Kaiſer zugehört, er würde dann geſehen haben, daß Kaunitz noch immer der Ge⸗ bietende iſt, und daß es ſehr rathſam für den kleinen Ba⸗ ron Spielmann ſein würde, ſich ehrerbietiger und ſchwei⸗ gender den Beſchlüßen des Fürſten Kaunitz unterzuordnen, ſich keine Einwände gegen ſeine Politik und Staatsweis⸗ heit zu erlauben. Er hat's zuweilen verſucht, der kleine
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