ſchwachköpfige Mann, der Alles, was er iſt, doch nur durch mich iſt, er hat mir trotzen wollen, mir, dem Kut⸗ ſcher von Europa. Aber ich habe ihn meine Peitſche fühlen laſſen, und er wird es nun nicht mehr wagen, ſich gegen mich zu empören, und eine andere Meinung zu haben, als die, welche ich ihm erlaube. Er glaubte nur, der arme Narr, der Kaiſer Leopold hege den vermeſſenen Gedanken, mich meiner Macht zu berauben und eine andere Politik einzuſchlagen. Aber jetzt wird er ſehen, daß er ſich geirrt hat!“
Wie er mit lauterer Stimme die letzten Worte ſprach, flog wiederum ein heller Schimmer über ſein Antlitz hin, und es blitzte in ſeinen Augen auf wie ein letzter Strahl der längſtverblaßten Jugendzeit.
„Er verſuchte es freilich auch, mir zu trotzen, der gute Kaiſer Leopold,“ fuhr er fort;„er hat in dieſen acht Wochen, die er jetzt hier in Wien iſt, und als König von Ungarn, als zukünftiger Kaiſer von Deutſchland die Re⸗ gierung übernommen, es vielfach verſucht, mir die Zü⸗ gel aus den Händen zu winden und die Politik Oeſter⸗ reichs eine andere Straße einſchlagen zu laſſen. Aber der Kutſcher hielt die Zügel ſo feſt, daß ſie ſich ihm nicht entwinden ließen; er lenkte den Wagen ſeiner Staatspolitik ſo ſicher und entſchloſſen weiter, daß der gute Leopold es aufgab ihm in die Zügel zu fallen, und


