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men des Fürſten Kaunitz ſolch' unehrerbietige Gedanken zu verbinden Nein, der Tod würde es nicht wagen Hand an ihn zu legen! Und wenn Er nicht, dieſer allmächtige Beherrſcher aller andern Menſchen, wer denn?
Wer ſollte es wagen, die Hand auszuſtrecken nach dem thronenden, allmächtigen Staatskanzler, dem wirk⸗ lichen Beherrſcher Oeſterreichs? Wer könnte ſo vermeſſen ſein, nur an die Möglichkeit zu denken, es könne der Fürſt Kaunitz von irgend einem ſterblichen Weſen von ſeiner ſtolzen Höhe hinweggedrängt, von irgend Jemand erſetzt werden?
Nein, ſicher Niemand konnte ſo vermeſſen ſein, Niemand würde wagen, was auch der Kaiſer Leopold nicht gewagt hatte.
Es war wohl möglich, daß er in der geheimſten Tiefe ſeines Herzens den Wunſch gehegt, den Fürſten Kaunitz entfernen und bei Seite ſchieben zu können, wie er es mit allen vertrauten Dienern und Rathgebern des Kaiſers Joſeph gethan, aber an die Möglichkeit der Aus⸗ führung hatte er ſicherlich nicht gedacht, und nie war es ihm ſicherlich eingefallen, daß er den öſterreichiſchen Staat allein regieren könne, allein, ohne die Stütze und Beihilfe des Fürſten Kaunitz!
Das waren die Gedanken, denen der Fürſt ſich überließ, als er heute nach einer langen Conferenz mit


