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die Kraft fühlen, dieſelbe durchzuführen. Sagen Sie, daß Sie ſogleich wieder abreiſen wollen, und ſofort klingele ich meinem Bedienten, befehle ihm Poſtpferde zu beſtellen, und Sie fahren, wohin es Ihnen beliebt. Nur bin auch ich alsdann meines Schwurs entbunden, nur werde ich alsdann kein Wort, keine Bitte mehr für den Grafen Wolkenſtein haben, ſein Gefängniß wird ſich ihm niemals wieder öffnen, und nicht Sie, ſondern erſt der Tod wird ihn befreien. Wählen Sie alſo! Sagen Sie:„Ich will abreiſen!“ und Sie ſollen von mir keinen Vorwurf, keine Anklage hören, ich werde Ihren Wunſch erfüllen, und in einer Stunde werden Sie Ihren Reiſewagen beſteigen und Wien verlaſſen. Oder ſagen Sie:„Ich will hier bleiben!“ Dann aber machen Sie mir keine Vorwürfe, laſſen Sie mich keine Anklage wieder hören, ſondern gehen Sie freudig auf meine Wünſche ein, nehmen Sie alle Ihre Kraft zuſammen, um unſere Plane durchzu⸗ führen. Sprechen Sie— ich erwarte Ihre Antwort!“ Aber die Gräfin antwortete nicht ſogleich. Sie blickte mit ſtarren, weit geöffneten Augen in die Weite, ſie rang die weißen Hände wie in innerer Qual, ſchwere Seufzer hoben Ihren Buſen, ein leiſes Zittern flog durch ihre Geſtalt. Nach einer langen Pauſe heftete ſie den Blick langſam und mit einem unausſprechlichen Aus⸗ druck von Furcht und Schmerz auf den General hin, der ſie lächelnd beobachtet hatte.


