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mir abzureiſen nach Wien, und Ihre freudige Aufregung ließ Sie ſo jung und ſchön erſcheinen, wie Sie es nur jemals geweſen.“
„Das macht, ich hatte über dem verſprochenen Lohn, über der Glückſeligkeit, die Sie mir in Ausſicht geſtellt, Ihre Forderungen ganz und gar vergeſſen,“ ſagte die Gräfin mit einem traurigen Lächeln.„Mein Gott, um Ihn zu erretten, um Ihm die Freiheit, das heißt das Leben, die Geſundheit wieder zu geben, würde ich freudig mein Herzblut hingeben, wäre ich bereit ſo⸗ gar, wenn es ſein müßte, ein Verbrechen zu begehen.“
„Und ich forderte nicht einmal ein Verbrechen,“ rief der General achſelzuckend.„Es wäre ein Verbrechen geweſen, hätte ich ein junges, unſchuldiges Mädchen von unbefleckter Tugend, von tadelloſer Reinheit zu dem Werkzeug meiner Plane machen wollen; aber ich ſprach zu einer Frau, welche das Leben kannte, welche ihre Er⸗ fahrungen hatte und deren Unſchuld durch mich nicht mehr gekränkt ward. Dieſe Frau hatte meine Vorſchläge an⸗ genommen, war mit flammender Energie auf meine Wünſche eingegangen, und hatte demgemäß ſo raſch alle ihre Vorbereitungen zur Reiſe getroffen, daß wir ſchon am andern Tage den Reiſewagen beſteigen konnten. Aber plötzlich unterwegs nimmt meine ſchöne Gefährtin eine ernſte, melancholiſche Miene an, ſie ſitzt ſeufzend und


