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mit ſie eine Ausſteuer hat; für die Erziehungsgelder werde ich bis dahin ſorgen. Die Gräfin Clary, meine Nichte, ſoll ſtatt meiner das Kind aus der Taufe heben.“
„Oh, Durchlaucht!“ rief der alte Mann,„wie gnädig, wie gütig ſind Ew. Gnaden gegen mich, wie—“ Aber mitten in ſeinem ſtürmiſchen Redefluß ver⸗ ſtummte er, denn das Antlitz des Fürſten hatte jetzt wie⸗ der ſeine undurchdringliche Ruhe und Kälte angenommen, und die erhobene Hand gebot dem Haushofmeiſter mit feierlichem Winken zu ſchweigen.
„Sie haben alſo meine Befehle für das heutige Diner erhalten,“ ſagte er ernſt und kalt.„Richten Sie ſich darnach. Ich werde heute nur ein wenig Huhn mit Reis ſpeiſen!“
Und der Haushofmeiſter, halb mechaniſch auf die langjährige Rolle eingehend, fragte wieder leiſe:„Weiter nichts, Ew. Durchlaucht?“
„Nein, weiter nichts,“ ſagte Kaunitz hoheitsvoll. „Gehen Sie, Damberg. Sagen Sie im Vorzimmer, man ſolle mich jetzt nicht ſtören. Ich ertheile heute keine Audienzen. Wenn der Baron Spielmann kommt, ſo laſſe ich ihn bitten, im geheimen Kanzleizimmer ein wenig zu warten, bis ich ihn rufen laſſe. Ich werde ſpäteſtens in ſiebenundzwanzig Minuten klingeln!“


