13
diener geräuſchlos über den Teppich daher ſchwebte und das ſilberne Plateau mit dem goldenen Dejeuner auf den Marmortiſch ſtellte.
Zetzt hob der Fürſt langſam und feierlich den Arm empor und deutete auf die Pendule hin.„Drei Minuten zu ſpät,“ ſagte er mit der erhabenen Ruhe des Don⸗ nergottes.
„Ich bitte Ew. Durchlaucht um gnädige Verzei⸗ hung,“ flüſterte der Kammerdiener;„ich ſtand aber ſchon drei Minuten vor der Thür und wartete auf das Zufallen der Thür des Puderkabinets.“
Der Fürſt heftete einen ſtarren kalten Blick ſeiner großen blauen Augen auf den Kammerdiener, der jetzt damit beſchäftigt war, die goldene Taſſe des Fürſten mit Kaffee zu füllen.
„Man wage es nicht, ſich zu entſchuldigen,“ ſagte er mit eiskalter Ruhe,„man gehorche, beſſere ſich und ſchweige.“
Nun geruhte er ſich vorwärts zu neigen, um einige große Stücke Zucker, ſo wie einige Tropfen Sahne in ſeinen Kaffee zu thun und dann, während der Kammer⸗ diener ſich ſteif und gerade hinter ſeinem Fauteuil auf⸗ ſtellte, langſam und ernſt ſein Frühſtück einzunehmen.
Plötzlich ſetzte er die Taſſe nieder und bedeutete mit


