Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Cannibalen zu gehen und eine rothe Jacobinermütze auf⸗ zuſetzen. Schweigen Sie und laſſen Sie mich morgen ſe⸗ hen, ob Sie noch der Beſſerung und der Reue fähig ſind.

Monſieur Hippolyte wagte es nicht noch einmal ein Wort der Entſchuldigung zu ſtammeln; er machte ſeinem gepreßten, ſchmerzerfüllten Herzen nur durch einen Seufzer Luft, und indem er rückwärts gehend ſich der Thür des Puderkabinets näherte, in welches die beiden andern Friſeure ſchon längſt hinein geſchlüpft waren, hef⸗ teten ſeine Augen ſich mit einem melancholiſchen und flehenden Ausdruck auf den geſtrengen Fürſten hin.

Aber Kaunitz nahm gar keine Notiz von dieſen Jammerblicken ſeines Oberfriſeurs, ſondern ſchaute ſtarr hinüber nach der großen Pendule, deren goldene Zeiger ſchon fünf Minuten nach elf Uhr andeuteten.

In dieſem Moment, während Hippolhte eben durch die Thür des Puderkabinets verſchwand, öffnete ſich die gegenüber liegende Thür, und der erſte Kammerdiener trat mit dem ſilbernen Plateau ein, auf welchem ſich das Dejeuner des Fürſten befand.

Kaunitz ſchritt gravitätiſch zu dem großen Seſſel hin, der neben dem in der Mitte des Zimmers befind⸗ lichen Marmortiſch aufgeſtellt war, und ließ ſich langſam und würdevoll in demſelben nieder, während der Kammer⸗