251
lend, lachend und jubelnd näher, und jetzt erkannte Bar⸗ nave an der Spitze derſelben ſeinen Feind und Wider⸗ ſacher, den verhaßten Petion.
„Es iſt etwas vorgefallen,“ ſagte er angſtvoll, in⸗ dem er mit ſeiner Peitſche Thugut ein Zeichen gab, zu ihm heran zu kommen.
„Ja,“ flüſterte Thugut ingrimmig,„es iſt etwas vorgefallen. Wo der Bär, der Petion ſich zeigt, da be⸗ deutet es Unheil für die Königin. Aber ſtill, ſehen Sie, der ganze Pöbel macht jetzt Halt und Petion ſchwingt ſich auf eine Bank. Ohne Zweifel will er eine Rede halten. Hören wir zu!“
Und mit geſpannten Mienen, mit angehaltenem Athem horchten ſie hinüber nach dem Garten, wo, nahe am Gitterthor, das Volk jetzt auf dem weiten Rundplatz Poſto gefaßt hatte, alle Geſichter, alle Blicke auf Petion hingewandt, deſſen Geſtalt weit über der Menge empor⸗ ragte.
Thugut hatte ſich nicht geirrt, Petion hatte die Bank beſtiegen, um eine Rede zu halten. Er erzählte dem lauſchenden Volk, daß ihm das Gerücht zu Ohren gekommen, die Königin wolle heute Abend unter einer Verkleidung entfliehen. Deshalb habe er ſich in das Schloß begeben und die Königin zu ſehen begehrt. Er erzählte, wie er ſich faſt mit Gewalt Eingang in das 16*


