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das ſpätere Frankreich dereinſt erröthen ſoll über d Unbill und Schmach, welche ſeine Väter einſt auf die Häupter ſeines Königs und ſeiner Königin ergoſſen. Dar⸗ um entziehen wir uns dieſer Unbill und dieſer Schmach. Die Böſen wollten die Monarchie Stein auf Stein zer⸗ bröckeln, wir aber wollen ſie retten für die Guten, darum fliehen wir.“
Die Königin hatte dieſe Abſchiedsworte, welche ſie als„das Teſtament ihres Herzens“ dem franzöſiſchen Volk zurücklaſſen wollte, noch einmal überleſen, gleichſam als wolle ſie an demſelben ſich ſtärken zu dem ſchweren Entſchluß der Flucht.
„Ja,“ ſagte ſie jetzt, indem ſie aufſtand,„ja, wir wollen die Monarchie retten für die Guten, darum fliehen wir! Und nun fort mit allem Zaudern und Zagen. Die Stunde der Entſcheidung iſt da! Sie ſoll mich gefaßt und muthig finden! Horch, da ſchlägt es ſieben Uhr, die verabredete Stunde, in welcher mir der König die Kinder herzubringen verſprach. O meine Kinder! Wird Eurer Mutter das Glück zu Theil werden, Euch zu retten, wird Gott uns ſchützen und unſere Flucht ſegnen? Oder—“
Sie wagte nicht, ihren Satz zu vollenden, und ver⸗ ſtummte erſchauernd. Ein leiſes Kratzen an der Thür ward hörbar, dieſe ward vorſichtig geöffnet, und der


