Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Außen. Mein Weg iſt daher ganz verſchieden von dem, welchen der Fürſt Kaunitz ſeit beinahe vierzig Jahren an der Seite der Beherrſcher Oeſterreichs gewandelt iſt, und er kann ſich nicht entſchließen, die neue Straße, die ich eingeſchlagen, beſſer zu finden, als diejenige, welche er ſeit ſo langer Zeit und mit ſo viel Ruhm und Aner⸗ kennung gegangen iſt. Soll ich ihn dazu zwingen? Fürſt Kaunitz iſt alt; man darf wohl etwas Nachſicht haben für einen Greis von achtzig Jahren, deſſen Geiſteskräfte zu ſinken beginnen unter der Laſt der Jahre, und deſſen Ge⸗ müth ſich dadurch täglich mehr und mehr verdüſtert. Laſſen Sie uns alſo ſeine Schwächen mit einem Schleier verhüllen, haben wir Nachſicht mit dem alten, treuen Diener meines Hauſes, und nehmen Sie keinen Anſtoß an der harten und ſtolz abweiſenden Sprache, welche er in ſeinen Depeſchen führt.*)

Sire, Ew. Majeſtät beweiſen da einen Edelmuth und Zartſinn, welcher mich mit Bewunderung und Rüh⸗ rung erfüllt, ſagte Sir Robert Keith, ſich tief verneigend. Nur muß ich mir zu bemerken erlauben, daß dieſe dop⸗ pelte Sprache doch ſehr leicht zu nneen ren kann, und daß es zuweilen ſchwer werden wird zu wiſſen,

Kaiſer Leopold's eigene Worte. Siehe: Coxe: History of the house of Austriae. Vol. V. S. 414.