Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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gierung geben wollten, ziemlich trotzig und widerwillig, und er ging nur widerſtrebend auf meine Politik ein. Ich ahnte ſchon, daß er mir nicht nachgeben würde, und ich finde das in dem Ton dieſer Depeſche beſtätigt. Zu⸗ vörderſt laſſen Sie mich Ihnen wiederholen, daß ich wirklich und ernſtlich den Frieden wünſche, den Frieden mit allen meinen Feinden, daß ich ſogar mit Eifer bereit bin, den wohlthätigen Waffenſtillſtand mit der Türkei, deſſen Vermittlung Ihre Regierung mir angeboten hat, anzunehmen, inſofern ſich dies nur irgend mit meinen übernommenen Verpflichtungen gegen Rußland verträgt. Dieſe Depeſche meines Staatskanzlers ſteht mit meinen Worten im Widerſpruch, das iſt nicht zu leugnen, und es iſt meine Pflicht, dieſen Widerſpruch aufzuklären. Sie kennen den Fürſten Kaunitz, mein Herr Geſandter, Sie wiſſen, daß er unbengſam iſt in ſeiner Geſinnung und in ſeiner Politik, ein völlig unbeſtechlicher Mann, der ſich niemals, weder durch Geld, noch durch Bitten und Schmeicheleien verführen läßt. Er war der treueſte Die⸗ ner geiner erhabenen Mutter, und ſie nahm die Politik an, er ihr vorſchlug; er war auch in den großen Dingen der Politik in völliger Uebereinſtimmung mit Maria Thereſia's Nachfolger, meinem Bruder Zoſeph. Aber dieſe Politik iſt nicht die meine, ich will mit ihr brechen, denn ich will Frieden haben nach Innen und