Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Befehl des Kaiſers, dann verneigte er ſich tief und ſchickte ſich an, das Zimmer zu verlaſſen.

Bleibe, mein Freund, ſagte Leopold.Der Di⸗ rector meiner geheimen Staatskanzlei hat wohl das Recht dieſer Audienz beizuwohnen, denn es könnte leicht für ihn zu thun geben. Bleibe!

Die Thür öffnete ſich jetzt, und an der Seite des Grafen Philipp Cobenzl trat der engliſche Geſandte ein.

Leopold erwiderte ſeine ehrfurchtsvollen Grüße mit einem freundlichen Kopfnicken und hieß ihn mit huld⸗ vollen Worten willkommen.

Aber die Miene des Engländers blieb kalt und düſter, während das Antlitz des Grafen Cobenzl von einem eigenthümlichen ſchlauen Lächeln ſtrahlte, und er einen ſchnellen, bedeutungsvollen Blick nach dem hinter Leopold ſtehenden Fürſten Liechtenſtein hinüberwarf, als wolle er ihn aufmerkſam machen, daß ſich hier etwas Ungewöhnliches und Erfreuliches ereignen werde.

Sire, ſagte Sir Robert Keith mit feierlicher Würde,Ew. Majeſtät haben die Gnade, mich willkom⸗ men zu heißen, mich huldvoll zu empfangen, und dennoch ſehen mich Ew. Majeſtät traurig, und dennoch muß ich an der Gnade Eurer Majeſtät zweifeln und darf nicht mehr an die guten und friedfertigen Abſichten Eurer Ma⸗ jeſtät glauben.