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Hoffnung lernen! Die Hoffnung auf ein Wiederſehen dieſes holden Weſens, das ich verloren, ohne es je be⸗ ſeſſen zu haben, das ich Tag und Nacht rufe mit zärt⸗ lichen Namen, ohne doch ihren Namen zu wiſſen, das die letzte und ach, daß ich ſagen muß, die hoffnungsloſe Liebe meines Herzens iſt. Aber ſtill, ich höre Schritte im Vor⸗ ſaal. Man klopft an die Thür. Geh' und ſiehe, was es iſt.“
Fürſt Liechtenſtein eilte nach der Thür hin und öffnete ſie, dann wechſelte er einige leiſe Worte mit dem draußen ſtehenden Kammerherrn.
„Majeſtät,“ ſagte er, zu Leopold zurückkehrend, „Majeſtät, der engliſche Geſandte, Sir Robert Keith befindet ſich im Vorſaal und bittet Ew. Majeſtät drin⸗ gend um die Gnade einer Andienz.“
„Es muß etwas Ungewöhnliches vorgefallen ſein, da er zu ſo ungewohnter Stunde und ſo ohne alles Cere⸗ moniell kommt,“ ſagte Leopold gedankenvoll.„Ich will ihn annehmen. Iſt er allein?“
„Nein, Majeſtät, er iſt mit dem Staatsvicekanzler Grafen Cobenzl gekommen.“
„Man ſoll beide Herren hier ſogleich eintreten laſſen!“.
Fürſt Liechtenſtein kehrte zu dem an der Thür wartenden Kammerherrn zurück, und ertheilte ihm den


