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kommt, weicht alle Schwäche, alle Erſchöpfung von ihm,
wird ſein Geiſt wieder klar und lebendig, iſt er derſelbe thätige und unerſchütterliche Geſchäftsmann, der er immer geweſen, und verſagt mit ſtolzer Entſchiedenheit jedem Actenſtück, jeder Depeſche, die nicht ſtreng in ſeinem Sinne ausgeführt iſt, die Unterſchrift. In letzter Zeit hat er ſogar die Depeſchen an die Miniſter der auswärtigen Mächte wieder ſelbſt dictirt, und dann ſorgſam durch⸗ geleſen, ehe er ſie unterzeichnet, als fürchte er, ſein Se⸗ cretair könne andere Worte geſchrieben haben, wie er ſie dietirt. Mit Einem Wort, er hat alle unſere Liſten überliſtet, und ſtatt daß wir ihn zu Tode ärgern woll⸗ ten, hat er uns täglich eine gehörige Doſis von Galle und Aerger zu verſchlucken gegeben.“
„Du ſiehſt, mein Carl, wir müſſen uns fügen,“ ſagte Leopold lächelnd;„er iſt uns zu mächtig, der große Staatskanzler Kaunitz. Es bleibt uns nichts übrig, als uns ihm zu unterwerfen und ſeinen Willen zu dem unſern zu machen.“
„Das heißt, Ew. Majeſtät wollen Frankreich nicht den Krieg erklären?“ fragte Liechtenſtein erbleichend. „Ew. Majeſtät wollen nicht Erbarmen haben mit dem Unglück Ihrer eigenen königlichen Schweſter, Ihres erhabenen Schwagers?“
„Habe ich nicht den beſten und ſchlaueſten meiner


