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ihm verſchaffen, um mit dieſen vereint den gemeinſchaft⸗ lichen Feind zu bekämpfen, der jetzt ganz Europa bedroht.“
„Aber Ew. Majeſtät vergeſſen da den Herrn Staatskanzler,“ ſagte Liechtenſtein lächelnd.„Wird der ſeine Zuſtimmung geben zu einem Bündniß mit Preußen?“
„Ich fürchte, er wird es nicht,“ ſagte Leopold, und auch ſeine Lippen umſpielte ein leiſes Lächeln.„Aber vielleicht gelingt es ſeinem Widerſacher, dem Fürſten Carl Liechtenſtein dennoch, ihm die Einwilligung ab⸗ zutrotzen, oder ihn zu veranlaſſen, daß der Fürſt ſeine Entlaſſung nimmt. War's nicht, das, was Du Dir vor⸗ geſetzt hatteſt, mein Freund, und was Du ſchwurſt in einigen Wochen ausführen zu wollen?“
„Es iſt wahr,“ ſeufzte Liechtenſtein kleinlaut,„ich habe bis jetzt meinen Schwur nicht erfüllen können. Die⸗ ſer alte Staatskanzler iſt von Eiſen, alle die Hiebe, die ich nach ihm geführt, ſind wirkungslos von ihm abgeprallt, alle Schlingen, die ich und meine Mitverſchwornen ihm gelegt, hat er, ohne ſie nur zu beachten, zerriſſen. Zu⸗ weilen, wenn er ganz ſchwach und kindiſch ſchien, hat Baron Spielmann dieſen Moment zu benutzen geſucht, um ihm Actenſtücke zur Unterzeichnung vorzulegen, in der Hoffnung, er werde ſie nicht leſen. Aber es ſcheint, als wenn die Staatsgeſchäfte für ihn wie ein Zauberſtab der Verjüngung wirken. So wie er mit ihnen in Berührung


